Mai 2

Transrapid (Teil 4)

Nach etwas längerer Pause geht es weiter. In der Zwischenzeit hat sich etwas getan. Nachdem der letzte Versuch etwas mieß war (Schweben lassen) kann ich nun einen Erfolg verzeichnen.

Irgendwie muss der Transrapid angetrieben werden. Dies soll im schwebenden Zustand passieren.

Hierzu muss es also einen Weg geben, wie man den Transrapid OHNE Kontakt antreibt. Spontan sind mir nur zwei Möglichkeiten eingefallen:

  1. Es wird ein Luftstrom erzeugt, der den Transrapid antreibt.
  2. Genauso wie der große, wird der kleine auch durch Magnete angetrieben.

Idee Nummer 1 hat ein paar Vorteile, aber auch Nachteile. Der große Vorteil von dem ganzen: Je nach dem wie man den Luftstrom auf den Transpraid los lässt schwebt dieser von ganz allein. Auch könnte man wunderschön hohe Geschwindigkeiten damit erreichen: Es gibt in dem Sinne keinen Fahrtwind mehr, der von Forne einen entgegenweht. Aber auch die Nachteile, die doch etwas überwiegen sollen nicht unerwähnt bleiben: Es pfeift! Immer dann wenn Luft mit hoher Geschwindigkeit vorbeiströmt entsehen Wirbel die Geräusche machen. Ich möchte aber leiber einen leisen Transrapid als einen den man im ganzen Haus hört. Ein weiterer wäre, dass man irgendwie die Luft zum Transrapid bringen müsste… halt, erstmal die Luft komprimieren und dann zum Transrapid bringen muss… egal, das dürfte ziemlich kompliziert werden.

Idee Nummer 2 hat auch ein paar Vorteile und ein paar Nachteile. Einer dieser Nachteile besteht darin dass man entweder im Transrapid die Möglichkeit hat, Magnete zu aktivieren und zu deaktivieren oder im Gleis. Im Gleis erscheint wohl am besten, denn dann muss im Transrapid selber kein Strom mitgeschleift werden. Und da ist schon wieder ein Nachteil: Statt Luft muss diesmal Strom zum Gleis gebracht werden und zwar an verschiedenen Stellen, welche dann el. Magneten an und ausschalten. Einer der großen Vorteile der ganzen Sache ist der, dass man den Transrapid auch wieder sinnvoll bremsen kann. Entweder man schaltet ALLE Magnete ein, irgendwo bleibt er dann im Magnetischen Feld hängen, oder man macht es kompliziert und stuert gezielt Magnete an und bremst ihn damit ab.

Um es kurz zu sagen: Idee Nummer 2 ist das gleiche wie ein synchron Linearmotor. Dafür gibt es in der Industrie viele Anwendungen. Mein Gedanke dazu: Wenn es da angewendet wird, dann muss es funktionieren.

Nun zu meinem Versuch:
Bevor ich etwas aufbaue und mir nicht 100% sicher bin, dass es Funktioniert, mache ich normal Vorversuche. Genauso wie in diesem Fall. Zuerst habe ich mir ein paar kleiner el. Magneten bestellt. Gar nicht so einfach günstig an welche zu kommen. In China wurde ich dann fündig. Dort hat mir jemand 200 Stück für 17€ in einen Brief gesteckt und mir geschickt.

einer von 200 Stück. Größe: ca. 1cm lang, 7mm breit und 5mm hoch

Dieser kleine Magnet ist genial. Wenn man ihn genau anschaut, dann sieht man, dass am einen Ende ein Magnet angebracht ist (unter dem roten Kabel) und ein kleiner „Stift“ rausschaut. Diesen kann man auch tatsächlich rausnehmen. Gibt man dem Magnent 5V, dann zieht er ca. 300mA, aber das geniale: Die Magnetfelder heben sich fast auf. Man kann den Stift ohne große Kraft rausziehen.

Ein kleiner Magnet: Durchmesser 2mm, Höhe 1mm

Diese kleinen Magnete sollen später mal in den Transrapid eingebaut werden. Der el. Magnet zieht diese auch super an. Gibt man nun Spannung auf den el. Magnet dann „hüpft“ der Magnet kurz weg und kommt wieder zurück, aber genau umgekehrt. Nimmt man die Spannung vom el. Magnet, dann passiert das ganze wieder. Nur das er sich dabei zurückdreht. Perfekt geeignet für einen Linearmotor: Man ersparrt sich das Umpolen des Magneten, das macht der einem von ganz alleine 😀

Das neue Pärchen 🙂 Magnet und Magnet… ähmmm einer is elektrisch einer permanent

Hier einmal die beiden Magnete zum Größenvergleich. Ja, der Abstand musste so groß sein, sonst hätten die beiden sich vereinigt 😀

 


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Veröffentlicht2. Mai 2016 von michael in Kategorie "Transrapid

1 COMMENTS :

  1. Pingback: Linearmotor – mal in ganz klein – MiBs Modellbahnseiten

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